Die Triester Buffets entstanden, als die Stadt der Hafen der Habsburgermonarchie war: einfache Lokale, in denen Hafenarbeiter, Angestellte und Händler für einen warmen Teller und ein Glas einkehrten, ohne Zeit zu verlieren.
Das Herz eines Buffets ist die caldaia, der Topf, in dem das Schweinefleisch kocht: traditionell porzina (Schweinenacken), Cotechino, Zunge, Würstel und Schinken. Es wird aufgeschnitten und heiß serviert, mit Senf, geriebenem Kren und Sauerkraut oder Kartoffeln. Rundherum eine Theke voller panierter und frittierter Köstlichkeiten.
Dann gibt es noch den rebechin, ein Wort, das außerhalb von Triest kaum jemand kennt: ein Imbiss zu jeder Tageszeit, vormittags oder nachmittags, an der Theke bei einem Plausch gegessen – ähnlich der österreichischen Jause.
La De Jure ist eine Osteria, kein historisches Buffet. Aber diese Tradition ist an unserer Theke zu Hause: die Caldaia, die Vitrine mit dem Panierten und die Möglichkeit, nur auf einen Bissen vorbeizukommen.