Mittags
Das Mittagessen
Der einfachste Moment: fast immer ist ein Platz frei und man isst in Ruhe. Was an dem Tag in der Küche ist, erfährt man mit einem Anruf.
Typisches Restaurant in Triest
Nicht in einer Postkartengasse, sondern in der Via Giulia, wo die Triestiner essen: caldaia und Paniertes an der Theke, Nudeln mit Fisch und Hausgerichte am Tisch.
Bevor Sie wählen
«Typisch» meint hier nicht eine einzige Küche. Triest war der Hafen der Habsburgermonarchie, es blickt aufs Meer und grenzt an Karst und Istrien: Gulasch, Stockfischcreme und gekochtes Schweinefleisch stehen auf derselben Karte.
Ein typisches Triester Lokal erkennt man deshalb eher daran, wie es gebaut ist, als an einem einzelnen Gericht: die Theke am Eingang mit dem Panierten, Portionen, nach denen niemand hungrig bleibt, Wein ohne Zeremonie, eine Rechnung ohne Überraschungen. Wer das alles findet, ist richtig.
Die Osteria La De Jure liegt in der Via Giulia, rund fünfundzwanzig Gehminuten vom Bahnhof und eine halbe Stunde von der Piazza Unità: keine Touristenstraße, was man auch an den Tischen sieht. Die Gerichte, eines nach dem anderen, stehen auf den Seiten zur Triester Küche und zum Fisch.
Von Anfang bis Ende
Kein festes Menü, sondern die Reihenfolge, in der es bei uns abläuft. Man darf auch beim ersten Schritt aufhören.
Panierte Auberginen und Zucchini, Fleischlaibchen, Schweinerücken, Huhn, Stockfisch: die Vitrine ist der erste Vorgeschmack auf Triest. Etwas Paniertes und ein Glas, während man auf den Tisch wartet.
Wer wenig Zeit hat, bleibt gleich hier stehen: das ist der rebechin, der Imbiss zur Unzeit. Die ganze Theke wird auf der Seite zum Triester Buffet beschrieben.
Stockfischcreme, sardoni in savor und Garnelen, zusammen auf einem unterteilten Teller. Sardoni sind die großen Sardellen der Adria: frittiert und dann mit Zwiebel und Essig ziehen gelassen, wie es Venedig gelehrt hat.
Wer lieber beim Land bleibt, nimmt das Brett mit Aufschnitt und Käse. Zu zweit reicht es auch als ganzes Abendessen.
Auf der einen Seite Tagliatelle mit Scampi und Spaghetti mit Fischsauce; auf der anderen die Gerichte, die in unserer Küche entstehen, etwa die Ravioli aus violetten Kartoffeln.
Hier zeigt sich, ob es eine Osteria ernst meint: die Pasta kommt ohne Schnörkel, und im Teller liegt, was draufsteht.
Die caldaia: gekochtes Schweinefleisch, heiß serviert mit Senf und geriebenem Kren, der schon beim ersten Bissen zwickt. Daneben patate in tecia, lange in der Pfanne geröstete Kartoffeln.
Alternativ das Gulasch, das zur Kaiserzeit aus Ungarn kam und hier als Hausgericht geblieben ist.
Der Strudel ist Wiens letzter Gruß vor dem Kaffee; sonst gibt es Palatschinken mit Nutella oder die Nachspeise des Tages. Dann die Rechnung, die man in einer Osteria ohne angehaltenen Atem liest.
Und wenn auf halbem Weg der Hunger ausgeht, darf man alles anhalten und beim Brett bleiben: niemand nimmt es übel.
Drei Momente
Wir haben von Montag bis Samstag geöffnet, von 8 bis 23 Uhr. Sonntag ist Ruhetag.
Mittags
Der einfachste Moment: fast immer ist ein Platz frei und man isst in Ruhe. Was an dem Tag in der Küche ist, erfährt man mit einem Anruf.
Am Nachmittag
Jene Stunde, in der das Mittagessen vorbei und das Abendessen noch fern ist. In Triest ist das kein Problem: hereinkommen, etwas Paniertes an der Theke nehmen und weiterziehen.
Abends
Dann lohnt sich die Reservierung, vor allem samstags. Nur telefonisch, unter +39 040 265 0413: ein Online-Reservierungssystem haben wir nicht.
„Ein gemütliches, charaktervolles Lokal, gute und reichliche Gerichte. […] Wir haben uns willkommen gefühlt.“
Vor dem Besuch
Achten Sie auf das rote Schild über der Markise, bei Nummer 51. Die Bushaltestelle ist etwa fünfzig Meter entfernt: alle Hinweise stehen auf der Kontaktseite.
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Ein Tisch für heute Abend hält ein Anruf frei. Um den Rest kümmern wir uns.